Die neue Lust auf Knobelspiele

Seitdem in der Fußball-Bundesliga Freistoßschützen mit Knobelspielen ermittelt werden und finnische Rockbands diesen Spielen eigene Songs (Rock Paper Scissors von Katzenjammer – in Deutschland ist das Video nicht verfügbar) widmen, hat ein Spiel aus alten Kindertagen die Medien erobert: Schnick-Schnack-Schnuck.

Bei den Fußball-Profis war schnell von Arroganz, Überheblichkeit und Demütigung eines in allen Belangen unterlegenen Gegners die Rede. Aber zeigt das „absichtliche Handspiel“ (so der Titel eines ausführlichen Beitrags in der Frankfurter Rundschau zum wieder entdeckten Knobelspiel) nicht in erster Linie eine spielerische Leichtigkeit im Umgang mit Entscheidungen?

Könnte diese Form der Entscheidungsfindung nicht manchmal auch in Unternehmen weiter helfen?

Es gibt Entscheidungen, bei denen es kein Falsch und kein Richtig gibt. Und dennoch ist es in diesen Situationen häufig wichtig, eine Entscheidung zu treffen. Wenn Sie diese Entscheidung ausknobeln, lockern Sie die Situation auf. Die Spannung zwischen den Kontrahenten kann sich abbauen. Der Unterlegene hat nicht verloren, weil sein Vorschlag der schlechtere war oder weil seine Argumente weniger überzeugen konnten, sondern weil er beim Knobeln verloren hat. Eine Niederlage, mit der man besser leben kann. Mittlerweile wird Schnick, Schnack, Schnuck deshalb auch in Unternehmen eingesetzt, um das Betriebsklima zu verbessern und den Wettbewerbsgeist zu fördern.

Wenn Sie auch einmal wieder spielen wollen, spielen Sie die traditionelle Variante ohne zusätzliche Figuren. Nur in dieser Variante mit den Figuren Schere, Stein und Papier herrscht ein absolutes Gleichgewicht der Kräfte. Und dazu dann ein kleiner Tipp: Untersuchungen haben ergeben, dass die meisten Menschen mit »Stein« beginnen …

Haben Sie schon einmal Entscheidungen mit Schnick, Schnack, Schnuck (oder Schere-Stein-Papier) getroffen? Privat oder beruflich? Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht? Schreiben Sie uns Ihre Meinungen und Erfahrungen als Kommentare.

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