Business Analyse für Business-Analyse-Trainings

Ein Beispiel für Business Analyse in unterschiedlichen Situationen habe ich bereits gebloggt. Zuletzt geschah Business Analyse in eigener Sache.

Die aktuelle Seminarreihe erlebte ihren Prüfungstag. Alle Teilnehmer haben bestanden und ihr ibo-Zertifkat erhalten. 🙂
Zeit zurückzublicken und nach dem Feedback der Teilnehmer zu fragen. Neben viel Lob gab es auch ein paar Anregungen. Oder soll ich Anforderungen sagen? Ich habe quasi Business Analyse für Business-Analyse-Trainings betrieben:
Die Ermittlung der Anforderungen erfolgte mittels Interviews.
Bei der Spezifizierung und Modellierung entschied ich mich für natürlichsprachigen Text (s.u.; wenngleich ich das Schema für funktionale Anforderungen hier nicht einsetze, das wir im Seminar empfehlen).
Die Strukturierung der Anforderungen nehme ich mit Hilfe der folgenden Überschriften vor.

Trainer
  • „Alle drei Trainer sind sehr gut, sicher im Thema, unterschiedlich in ihrer Art.“
  • „Alle Trainer mit praktischen Erfahrungen.“
  • „Mir gefällt die Vermittlung der Inhalte sehr gut.“
Praxis
  • „Sehr nah an der Praxis“
  • „Ich werde mein bisheriges Vorgehen prüfen, und einiges anders und besser machen.“
  • „Der Umgang und Austausch zu den Themen ist sehr nah an der Praxis“
  • „Die Seminare sind sehr gut, um die eigene Arbeit zu unterstützen.“
  • „Einiges habe ich bereits umgesetzt; einiges mir noch vorgenommen.“
  • „Methode: praktisch, hilfreich.“
  • „Gutes Handwerkszeug, um selber zu finden, was ich gebrauchen kann.“
Unterlagen
  • „Es gab zwei, drei Punkte, bei denen man sehr viel mitschreiben sollte.“ Hier haben wir nachgebessert. Zudem bieten wir mit dem Fotoprotokoll eine gute Ergänzung zu den Unterlagen an.
  • „Der BABOK als Literatur wäre hilfreich.“ Der deutsche BABOK wurde erst zum Ende der Seminarreihe veröffentlicht. Die Teilnehmer haben ein Exemplar (nachträglich) erhalten; alle künftigen Teilnehmer bekommen natürlich den BABOK zu Seminarbeginn.
  • „Die Unterlagen sind klasse.“
Allgemein
  • „Die Seminarreihe ist sehr interessant.“
  • „Das ibo-Modell finde ich nicht so gut.“ Hier wird es ein überarbeitetes Modell geben. Mehr dazu in einem der nächsten Blog-Artikel.
  • „Die Diskussionen mit Trainern und Teilnehmern sind sehr gewinnbringend.“
  • „Bitte mehr zwischenmenschliche/psychologische Aspekte“ Sehe ich auch so, dass man die vermittelten Grundlagen ausbauen kann/sollte. Hier bieten wir ein eigenes Training an, das mehr Raum dafür bietet.
  • „Die Anteile von Theorie, Praxis und Fallbeispiel sind gut ausgewogen.“
  • „Ein durchgängiges Fallbeispiel wäre gut.“ Das Fallbeispiel war bisher nicht ganz durchgängig; ist bereits erweitert.
  • „Die Teilnehmeranzahl finde ich prima.“
  • „Viel Spaß, sehr gute Übungen, Zeit um Themen zu durchdenken.“
  • „Weniger Übungen, dafür mehr Zeit für einzelne Übungen.“ In der Regel stimmen wir Trainer die Zeitanteile mit den Teilnehmern ab. Hier können wir vielleicht noch mehr Flexibilität zeigen.
  • „Sammlung der Methoden und Beispiele; die Beispiellösungen finde ich gut.“
  • „Sehr, sehr, sehr gut. Hat Spaß gemacht. Eines der besten Seminare, das ich besucht habe.“ Das ist der Original-Wortlaut 🙂

In der Regel nehmen Business Analysten wohl eher nicht die Umsetzung der Anforderungen vor. Dafür gibt es spezialisierte Entwickler. Bei den o.a. Anforderungen wird die Umsetzung wohl an mir hängen bleiben. Aber diese Aufgabe nehme ich sehr gerne wahr. 😉
Die Bewertung und Validierung der richtigen Umsetzung erfolgt dann in unseren nächsten Seminaren.

Präsentation der eigenen Praxisbeispiele

Wir nutzen (fast) jede Gelegenheit im Seminar, um zu reflektieren, wie die Seminarinhalte auf die Praxis der Teilnehmer passen. Ein besonderer Höhepunkt der Seminarreihe ist (dennoch) für mich die Präsentation der Teilnehmer im Abschlussmodul. Anhand eines eigenen Praxisbeispiels zeigen die Teilnehmer, wie sie als Business Analysten das Gelernte anwenden.
Zwei Teilnehmer zeigten, wie Business Analyse in Ihren Unternehmen weiterentwickelt wird. Die anderen Teilnehmer zeigten ein konkretes (Projekt-) Beispiel. Die Spannbreite war groß, abwechslungsreich und interessant: Erstellung eines Business Cases, Prüfung der Zusammenlegung von IT-Systemen, Verbesserungen von Geschäftsprozessen, Ausbau der internen Kontrollen, Neugestaltung des Internetauftritts, Änderungen an IT-Systemen, Betrugsabwehr.
Auch wenn ich mehrere Blog-Artikel zu agilen Vorgehen schrieb, in den Präsentationen wird in aller Regel das klassische Vorgehen (á la Wasserfall) eingesetzt. In den Seminaren sind wir ausgewogen unterwegs, um beiden Ansätzen Rechnung zu tragen.

Ich freue mich, einige ibo-Alumni wieder zu sehen beim ibo Trendforum „Requirements Engineering – Anforderungen auf der Spur“, am 15. November. Gerne auch schon am Vorabend zur Wiedersehensfeier.

 

P.S. Alle Teilnehmer haben der Veröffentlichung Ihres Feedbacks zugestimmt.

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