Apps sind auf dem Vormarsch – auch beim E-Learning?

Wie der Hightech-Verband BITKOM auf Basis von Daten des Marktforschungsinstituts research2guidance aktuell mitteilt, haben Smartphone-Besitzer allein in Deutschland im letzten Jahr rund 962 Millionen Apps auf ihre Mobiltelefone geladen. Dies entspricht einem Zuwachs von 249 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Umsatz mit Apps hat im vergangenen Jahr in Deutschland 210 Millionen Euro erreicht, was ein Plus von 123 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Dies überrascht zunächst, da der überwiegende Teil der Apps (88 Prozent) kostenlos verfügbar ist.

Die Umsätze werden aber nicht nur durch den Verkauf von Apps, sondern auch durch kostenpflichtige Services innerhalb der App oder durch Werbung erzielt. Derzeit entstehe eine eigenständige App-Ökonomie, die neue Geschäftsmodelle und hoch interessante Anwendungen für das mobile Internet entwickelt, sagte BITKOM-Präsidiumsmitglied Friedrich Joussen.

Diese Entwicklung schlägt sich auch in der E-Learning Branche nieder. Das MMB-Institut hat in seiner Trendstudie „MMB Learning Delphi 2011“ Experten befragt, welche E-Learning-Lernformen in den kommenden drei Jahren für das betriebliche Lernen in Unternehmen von zentraler Bedeutung sein werden.

Das „Mobile Learning“ (Lernen mit Apps) erreichte hier aus dem Stand den 2. Platz mit 76 Prozent der Antworten. Auf Platz 1 der zukunftsträchtigen Lerntechnologien hielt sich jedoch weiterhin das „Blended Learning“ (Mix aus E-Learning und Präsenzseminaren) mit 92 Prozent.

Von dieser Lernform versprechen sich die Experten auch weiterhin den größten kommerziellen Erfolg.

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