Coaching in Zeiten des Turbo-Kapitalismus

Wir verstehen Coaching als arbeitsbezogene Selbstreflexion. Sie dient dazu, die eigenen Denk- und Verhaltensweisen zu überprüfen. Ziel ist, die Handlungsfähigkeit zu erhalten bzw. zu verbessern.
Dazu leitet der Coach einen entsprechenden Lernprozess des Kunden an. Dies geschieht in 5 Schritten (s. ibo-Coaching-Kompass). Ergebnis ist die Überprüfung der eigenen Ziele und Handlungsoptionen. Im Einzelnen können hier Diskrepanzen zwischen den Zielen der Organisation und den Zielen der Führungskraft entstehen. Diese Unterschiede sind dann zu bearbeiten. Dabei nimmt der Coach (m/w) eine neutrale Position ein: Er vertritt explizit weder die Sichtweise seines Klienten – die es ja zu überprüfen gilt -, noch die Interessen eines Auftraggebers (Personalentwickler, Vorgesetzter). Er ist Reflexionspartner seines Mandanten.

Im Gegensatz zu diesem Vorgehen erwarten viele Unternehmen – als Auftraggeber – die Optimierung des Verhaltens und der Leistung ihrer Mitarbeiter durch Coaching. Hier wird Coaching verwendet, um die Effizienz zu steigern. Ob damit die Effektivität erhöht wird, bleibt unberücksichtigt, bzw. wird unbesehen unterstellt.

Jeder professionelle Coach (m/w) muss sich daher positionieren: Will er oder sie die Autonomie und persönliche Entwicklung des Mandanten unterstützen, oder als “Hilfssheriff” des Auftraggebers fungieren (ich empfehle an dieser Stelle an Eric Clapton zu denken, der bereits wusste: ” I shot the Sheriff, but I didn´t shoot the Deputy…”). Diese polarisierte und pointierte Frage existiert natürlich auch abgestuft. Entscheidend ist, ob ich als Coach die Beziehungsangebote und -muster erkenne und damit umzugehen weiß. – Inhaltlich muss jeder Profi diese Frage für sich selbst beantworten.

Welche Phasen benötigt ein Beurteilungs-Workflow?

Beurteilungsworkflow

Zielgespräche, die auch als Mitarbeitergespräche bezeichnet werden, haben sich in der Personalführung etabliert und bewährt. Der regelmäßige, z. B. jährliche Austausch über die erbrachten Leistungen, das Überprüfen und Neujustieren der gesteckten Ziele, trägt in vielen Unternehmen schon dazu bei, die Zusammenarbeit zu verbessern und die Leistungen der Mitarbeiter zu steigern.

Eingebunden in einen Beurteilungs-Workflow bietet ein solches Gespräch weitere Möglichkeiten, die substanzielle Zusammenarbeit zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter zu optimieren. Warum dabei die Kombination aus Selbstbeurteilung, Fremdbeurteilung, Einigungssitzung und Widerspruch sinnvoll und erfolgversprechend ist, erfahren Sie, wenn Sie weiter lesen.

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Bügeln Sie Ihre Risiken glatt?

Quelle: www.Risknet.de

Chancen und Risiken treten in jedem Projekt auf. Tom de Marco hat dazu einmal gesschrieben “Hat ein Projekt keine Risiken, dann lass die Finger davon!”. Also machen Risiken und unser Umgang damit wohl doch die “Würze” in unserem Projektalltag aus.

Aber haben Sie sich schon einmal mit der Risikoaffinität Ihrer Auftraggeber und Stakeholder beschäftigt? Und wie schätzen Sie Ihre persönliche Risikobereitschaft im Vergleich dazu ein? Die Beschäftigung  mit dieser Frage mag etwas theoretisch wirken, allerdings kann die Auseinandersetzung mit diesem Thema Ihre weiteren Projekte durchaus beeinflussen.

Vielleicht probieren Sie es aus und teilen Ihre Erfahrungen in diesen blog!?

 

Bild: Risknet GmbH, www.risknet.de

Komplexe Probleme lösen

Im ersten Teil ging es um die verschiedenen Arten von Problemen. Im zweiten Teil wurden einfache und komplizierte Probleme beschrieben. Der letzte Teil behandelt das Thema, wie komplexe Probleme effektiv zu lösen sind. Zum besseren Verständnis eine kurze Charakterisierung und der Hinweis, dass im weiteren Verlauf Probleme und Systeme als Synonym gebraucht werden: Weiterlesen

Mit agiler Business Analyse Werte schaffen

The Agile Extension

In mehreren Blog-Artikeln betrachten wir, wo und wie Business Analysten in agilen Vorgehensmodellen (z.B. Scrum) zum Einsatz kommen, welche Aufgaben und Aktivitäten sie dabei ausüben. Den Auftakt machte eine Übersicht zum Thema. Nach und nach erläutern wir die 7 Prinzipien für erfolgreiche „agile“ Business Analyse:

Drei Prinzipien beschreiben das Was? und Warum?

  1. Sieh auf das Ganze (auf Personen, Prozessen und Technologie); mit den Techniken Personas und Value Stream Mapping (Wertstromanalyse).
  2. Denke wie ein Kunde (und höre auf die Stimme des Kunden mit seinen Werten und Erwartungen); mit den Techniken User Story, Story Decomposition, Story Elaboration, Story Mapping.
  3. In diesem Blog-Artikel: Bestimme das Wertvolle (entwickle dadurch eine Lösung, die wertvoll und positiv bewertet ist).

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“Überproduktion” – Die Mutter aller Verschwendung

Meine letzten Beiträge haben sich mit der Unorganisiertheit am eigenen Arbeitsplatz beschäftigt (3S+1; Lean Management und Selbstorganisation). Wenn Sie wollen, kann man auch schlichtweg von Verschwendung sprechen. In der Tat sind Wertschöpfung und Verschwendung die beiden Kernelemente des Lean-Gedankens. Besonders die Verschwendungsminimierung ist zentraler Bestandteil des japanischen Lean-Ansatzes. Alles, was nicht unmittelbar zur Wertschöpfung beiträgt, kann somit als Verschwendung bezeichnet werden. Also alle Aufwendungen für die der Kunde nicht bereit ist zu zahlen.

Die Fokussierung auf den Wertschöpfungsprozess führt zu folgender Klassifikation. Es gibt Weiterlesen

Alle durch ibo vorbereiteten CBPP-Prüflinge waren erfolgreich!

ibo-Vorbereitungskurs CBPP

Eine intensive Woche ist erfolgreich geendet. Drei Tage lang bin ich mit den ibo-CBPP-Prüflingen durch den Stoff aller neun Wissensgebiete des CBOK gegangen. Zwischendurch haben die Teilnehmer immer wieder selbst Prüfungsfragen simuliert. Am Donnerstag gab es dann nochmal einen Tag lang geballte Prüfungsvorbereitung.

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Wann ist ein Mitarbeiter eigentlich ein Azubi?

Das Ausbildungsmanagement ibo Azubi.NET ist Teil unseres Personalmanagementsystems ibo Pegasus. Damit können Sie u. a. die einzelnen Ausbildungen in Ihrem Unternehmen abbilden und die Auszubildenden der einzelnen Jahrgänge zu Ausbildungszügen zusammenfassen.

Aber woher weiß das Programm eigentlich wer, wann und wie lange Azubi ist?

Zuerst müssen Sie einen Mitarbeiter für die Ausbildung fit machen, indem Sie den Ausbildungsplan für ihn aktivieren (geöffneter Mitarbeiter > Ausbildungsplan). Wenn Sie den Mitarbeiter dann im Rahmen des Ausbildungsmanagements einem Ausbildungszug zuordnen, erhält er für den Ausbildungsbeginn und das Ausbildungsende jeweils ein Datum. Dieses Datum kann ggf. auch individuell angepasst werden.

Genau für diesen Zeitraum ist der Mitarbeiter dann Azubi. Weiterlesen

Prozessmanagement: Wir öffnen unseren guten alten Folgeplan

Schon zu Zeiten des ibo Process-Designers aus der Klassik-Version unserer Prozessmanagement-Software haben unsere Kunden immer mal wieder den Wunsch an uns herangetragen, die Begrenzungen im Folgeplan aufzuheben. Sie wünschten sich z. B. mehr Ausgänge an Bedingungen, mehrere Aufgabenträger am Aufgabensymbol und Sachmittel als Aufgabenträger.

Weil uns aber auch die Vorteile der konsequenten Vorgaben bewusst waren (und sind), konnten wir uns nie dazu durchringen, die streng gefassten Regelungen des Folgeplans aufzuweichen.

Das auf Diagrammtypen basierende Konzept von ibo Prometheus.NET hat uns jetzt einen Weg eröffnet, Ihren Wünschen doch noch nachzukommen.

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Kurz notiert: Google investiert am meisten in Lobbyarbeit

Die New York Times berichtet, dass Google innerhalb der IT-Branche im ersten Quartal 2012 mehr Geld für Lobbying ausgegeben hat, als Apple, Microsoft und Facebook zusammen. Insgesamt waren es 5,03 Millionen US-Dollar, während Apple “nur” 500.000, Microsoft 1,79 Millionen und Facebook 650.000 US-Dollar ausgaben.

Gründe für die gestiegenen Ausgaben bei Google für Lobbyarbeit seien nicht nur der gestiegene Konkurrenzdruck, sondern auch Druck von Datenschutzexperten sowie laufende Klagen und Prozessen in den USA und Europa aufgrund des umstrittenen Umgangs mit Daten.

Komplizierte und einfache Probleme – Was tun?

Problemwolke

Problemwolke

Nachdem im ersten Teil die drei Arten von Problemen beschrieben wurden, geht es hier um die Herangehensweise. In vielen Unternehmen sehen die Mitarbeiter vor lauter Bäumen (Problemen) den Wald (Lösungen) nicht mehr. Woran liegt dies? Liegt es an den Mitarbeitern, den Vorgesetzten, den Strukturen, den Arbeitsabläufen (Prozessen) etc.? Wahrscheinlich trägt alles einen Teil zur momentanen Situation bei. Dies bringt aber den Unternehmen nichts, denn viel wichtiger ist es die Probleme zu erkennen und zu lösen. Weiterlesen

Fünf Fragen an…

Ursula Ulla MarkloffUrsula „Ulla“ Markloff

Wie beginnt für Sie ein idealer Arbeitstag? Vor allem ohne Zeitdruck. Zu einem guten Start in den Arbeitstag gehört für mich auch, dass die Technik funktioniert, dass der Kopierer nicht streikt und dass ich alle Seminarunterlagen problemlos vorbereiten kann.

Was macht Ihnen bei ibo am meisten Spaß? Bei ibo stimmt beides, das Team und die Arbeit. Wir bei ibo passen alle zusammen, obwohl wir seit unserer Gründung von ein paar Leuten auf über 100 Leute gewachsen sind.

Wie haben Sie ibo kennen gelernt? Ich bin von der ersten Stunde an mit dabei und hatte schon für unseren Gründer Professor Schmidt gearbeitet, bevor er Weiterlesen

3S+1 – Eine Methode der Selbstorganisation

In meinem letzten Beitrag haben Sie gelesen wie Sie sich einfach und effizient am Arbeitsplatz organisieren können (Lean Management und Selbstorganisation). Ein methodisches Werkzeug ist dabei 5S. Dieses Vorgehen stammt ursprünglich aus Japan und fand bisher meist in der Produktionsindustrie Anwendung. Allerdings kommt es auch zunehmend in Dienstleistungsbereichen zur Geltung.

Für mich sind in den administrativen Bereichen jedoch 3S+1 relevant.

Warum und wie sehen die 3S+1 aus? Weiterlesen

Status Quo Produktmanagement – Aktuelle Ergebnisse einer Umfrage

Baelle

Produktmanager sind Innovatoren, Unternehmer, Vermittler, Promotoren, Controller, Netzwerker, Realisierer – diese Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Mit drei Bällen oder Rollen kann im Unternehmensalltag evtl. noch jongliert werden. Bei fünf oder mehr ist man reif für den Zirkus.

Die Anforderungen an Produktmanager übersteigen in vielen Fällen die Möglichkeiten des Einzelnen. „Unternehmer im Unternehmen“ und „Lebenszyklusmanager“ als alternative Bezeichnungen für Produktmanager bestätigen diesen Eindruck.

Auf welche Weise tragen Unternehmen diesen Anforderungen aktuell Rechnung? Wie ist Produktmanagement organisatorisch verankert? Folgen Produktmanager einem strukturierten, standardisierten Vorgehen und welchen Weiterbildungsbedarf sehen sie? Weiterlesen

Agile Business Analyse: alles rund um User Stories

The Agile Extension

In mehreren Blog-Artikeln betrachten wir, wo und wie Business Analysten in agilen Vorgehensmodellen (z.B. Scrum) zum Einsatz kommen, welche Aufgaben und Aktivitäten sie dabei ausüben. Den Auftakt machte eine Übersicht zum Thema (Grundlage ist die Agile Extension). Nach und nach erläutern wir die dort beschriebenen 7 Prinzipien für erfolgreiche „agile“ Business Analyse:

Drei Prinzipien beschreiben das Was? und Warum?

  1. Sieh auf das Ganze (auf Personen, Prozessen und Technologie); mit den Techniken Personas und Value Stream Mapping (Wertstromanalyse).
  2. In diesem Blog-Artikel: Denke wie ein Kunde (und höre auf die Stimme des Kunden mit seinen Werten und Erwartungen).
  3. Bestimme das Wertvolle (entwickle dadurch eine Lösung, die wertvoll und positiv bewertet ist).

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Zukunftsthemen im Personalmanagement

Laut einer Studie der BWA Akademie aus einer Umfrage unter 100 Personalverantwortlichen aus mittelständischen Firmen und Großunternehmen liegen die Prioritäten für 2012 mit 81% beim Thema Mitarbeiterführung an erster Stelle.

Überraschend ist der zweite Platz in der Prioritätenliste. Mit 71 Prozent sind die Personalleiter der Meinung, dass es besonders wichtig sei, psychische Erkrankungen der Mitarbeiter rechtzeitig zu erkennen um Gegenmaßnahmen einzuleiten. Angesichts des Fach- und Führungskräftemangels können es sich immer weniger Unternehmen erlauben, gute Mitarbeiter durch z.b. Burnout zu verlieren. Es wird erwartet, dass Anti-Burnout-Strategien ab 2012 bei immer mehr Unternehmen zum “Standard-Repertoire der Mitarbeiterbindung” gehören werden.

An die dritte Stelle auf der Prioritätenskala für 2012 haben 61 Prozent der von der BWA befragten Personalverantwortlichen das Thema Wissensmanagement gesetzt. Für 55 Prozent sind und bleiben innovative Vergütungs- und Arbeitsmodelle eine wichtige Aufgabenstellung für 2012. 43 Prozent wollen sich verstärkt für lebenslanges Lernen im Unternehmen einsetzen.

Quelle: BWA Akademie Bonn

Die neue Lust auf Knobelspiele

Schnick, Schnack, Schnuck

Seitdem in der Fußball-Bundesliga Freistoßschützen mit Knobelspielen ermittelt werden und finnische Rockbands diesen Spielen eigene Songs (Rock Paper Scissors von Katzenjammer – in Deutschland ist das Video nicht verfügbar) widmen, hat ein Spiel aus alten Kindertagen die Medien erobert: Schnick-Schnack-Schnuck.

Bei den Fußball-Profis war schnell von Arroganz, Überheblichkeit und Demütigung eines in allen Belangen unterlegenen Gegners die Rede. Aber zeigt das “absichtliche Handspiel” (so der Titel eines ausführlichen Beitrags in der Frankfurter Rundschau zum wieder entdeckten Knobelspiel) nicht in erster Linie eine spielerische Leichtigkeit im Umgang mit Entscheidungen?

Könnte diese Form der Entscheidungsfindung nicht manchmal auch in Unternehmen weiter helfen? Weiterlesen

Karriere- und Gehaltsstudie im Projektmanagement

Im Vorstellungsgespräch fragt, der Junior Projektmanager: “Wieviel verdiene ich denn?”
Antwort PMO-Leiter: ” 1.500,– Euro”
Bewerber: “Das ist aber wenig”
PMO-Leiter: ” Ja, aber das wird später mehr!”
Bewerber: “Gut, dann komme ich später wieder!”

Kennen Sie schon die Inhalte der Karriere- und Gehaltststudie für Projektpersonal?
http://www.gpm-ipma.de/fileadmin/user_upload/Know-How/studien/Ergebnis_Karriere-und-Gehaltsstudie_2011_final.pdf

Die Kraft des Planspiels

Prozessmanagement-Planspiel Flugzeugbau

Im Rahmen der Implementierung eines Prozessmanagements stellt sich oft die Frage, „Wie werden Nichtorganisatoren, beispielsweise Mitarbeiter vom Abteilungsleiter bis zum Hausmeister, vom Berater bis zum Küchenchef, von diesem Thema überzeugt?“ Eine schöne Möglichkeit hierfür ist die Kraft des Planspiels einzusetzen. Weiterlesen

Kurz notiert: Drei Viertel der Deutschen online

Internetnutzung

Laut einer aktuellen und repräsentativen Umfrage des Hightech-Verbandes BITKOM nutzen erstmalig mehr als 75 Prozent der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren das Internet. Das sind mehr als 53 Millionen Menschen. Von den 14- bis 29-Jährigen sind 98 Prozent online.
Bereits 37 Prozent der Deutschen gehen mit einem Tablet-PC oder Ihrem Handy ins Netz. Ein Treiber für die verstärkte mobile Internetnutzung sind dabei die sozialen Netzwerke, die inzwischen von 55 Prozent der Deutschen genutzt werden.